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Abwärme, unvermeidbare
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<p>„Unter Abwärme versteht man insbesondere die Wärme, die meist beim Betrieb von technischen Geräten sowie Produktions- und Energieumwandlungsanlagen anfällt und als überschüssige Energie ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird.“ (s. „<a href="https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/publikationen/pdf/2023-12-14_Energiewende_A-Z.pdf" target="_blank">Energiewende A-Z</a>“, Seite 8, StMWi, 2023)</p><p>Das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (WPG) definiert wiederum explizit den Begriff der unvermeidbaren Abwärme.</p><p>Unvermeidbar Abwärme ist ein unvermeidbares Nebenprodukt einer Industrieanlage, einer Stromerzeugungsanlage oder des tertiären Sektors. Sie gilt als unvermeidbar, wenn sie aus wirtschaftlichen, sicherheitstechnischen oder sonstigen Gründen im Produktionsprozess nicht nutzbar ist und nicht mit vertretbarem Aufwand verringert werden kann. (vgl. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 13</a> WPG)</p><p>Ein Beispiel hierfür ist überschüssige Wärme aus einem chemischen Prozess, bei dem Wärme entsteht, die nicht in anderen Prozessen im Unternehmen verwendet werden kann. Diese würde ungenutzt entweichen und kann ggf. anderweitig verwendet werden.</p><p>Neben der „Wärme aus erneuerbaren Energien“ (vgl. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 15</a> WPG) kann die unvermeidbare Abwärme einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Erzeugung von und die Versorgung mit Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme bis spätestens zum Zieljahr 2045 treibhausgasneutral zu gestalten (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__1.html" target="_blank">§ 1 WPG</a> „Ziel des Gesetzes“).<br> </p>
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Bauteilaktivierung
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<p>Unter thermischer Bauteilaktivierung (auch Bauteiltemperierung genannt) versteht man die Nutzung von Gebäudemassen zur Temperaturregulierung in einem Gebäude. Diese Systeme werden sowohl zur Kühlung als auch zur Beheizung von Gebäuden verwendet. </p><p>Häufig erfolgt hierfür eine Baukernaktivierung/-temperierung, meist von massiven Betonbauteilen. Möglich ist auch eine oberflächennahe Bauteilaktivierung, meist als Deckenaktivierung oder Betonoberflächenaktivierung. </p><p>Konkret werden hierbei Rohrleitungen – meist Kunststoffrohre – oder Kapillarrohmatten (flächiger Verbund dünner Rohre (= Kapillaren) mit einem Verteilerrohr und einem Sammlerrohr) in massive Decken oder Wänden eingelegt. Durch die Rohre fließt Wasser als Heiz- und Kühlmedium. Die durchflossene Massivdecke bzw. -wand wirkt als Übertragungs- und Speichermasse und kann eine gleichmäßige Temperierung des Gebäudes unterstützen. Man spricht von der „thermischen Aktivierung" der Bauteile. Diese kann zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung bzw. -kühlung eingesetzt werden. </p><p>Als Bauteilaktivierung können auch Erdwärmesonden in Form von Pfahlgründungen angesehen werden. Hier werden die Gründungspfähle eines Gebäudes mit Rohrschleifen versehen, über die sich dem Erdboden Wärme und Kälte „entnehmen“ oder zuführen lässt. Der Erdboden kann somit als saisonaler Energiespeicher für die Wärmeenergie genutzt werden. </p><p> </p>
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Beplantes Gebiet
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<p>Ein beplantes Gebiet ist im Sinne des <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetzes</a> (WPG) „der räumliche Bereich, für den ein Wärmeplan erstellt wird“ (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 WPG</a> Abs.2).<br><br>Das beplante Gebiet ist in der Regel deckungsgleich mit dem Gemeindegebiet einer Gemeinde, die eine kommunale Wärmeplanung durchführt. Ausgenommen sind gegebenenfalls Teilgebiete, für die keine Wärmeplanung durchgeführt werden muss. Das trifft auf Gebiete zu, deren Wärmeversorgung bereits heute ausschließlich oder größtenteils auf <a href="/lexikon#erneuerbare energien">erneuerbaren Energien</a> oder <a href="/lexikon#abwärme, unvermeidbare">unvermeidbarer Abwärme</a> beruht. Ob dies der Fall ist, wird im Rahmen der <a href="/lexikon#eignungsprüfung">Eignungsprüfung</a> festgestellt.<br> </p>
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Bestandsanalyse
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<p>Die Bestandsanalyse ist gemäß Wärmeplanungsgesetz ein wesentlicher Schritt bei der Durchführung der Wärmeplanung.<br><br>Der Ablauf der Wärmeplanung ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__13.html" target="_blank">§ 13 WPG</a> festgelegt. Dabei gliedert sich die Wärmeplanung im Wesentlichen in vier Arbeitsphasen und zwar die Bestandsanalyse (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__15.html" target="_blank">§ 15 WPG</a>), die <a href="/lexikon#potenzialanalyse">Potenzialanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__16.html" target="_blank">§ 16 WPG</a>), die Entwicklung des <a href="/lexikon#zielszenario">Zielszenarios</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__17.html" target="_blank">§ 17 WPG</a>) mit der Einteilung in <a href="/lexikon#voraussichtliches wärmeversorgungsgebiet">Wärmeversorgungsgebiete </a>(<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__18.html" target="_blank">§ 18 WPG</a>) sowie die Entwicklung einer <a href="/lexikon#umsetzungsstrategie">Umsetzungsstrategie</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__20.html" target="_blank">§ 20 WPG</a>).<br><br>In der <strong>Bestandsanalyse</strong> wird der aktuelle Ist-Zustand der Wärmeversorgung einer Gemeinde erfasst. Dabei werden (1) der derzeitige Wärmebedarf bzw. Wärmeverbrauch, (2) die vorhandenen Wärmeversorgungsanlagen und (3) die für die Wärmeversorgung relevanten Energieinfrastrukturen ermittelt.<br> </p>
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Biogas / Biomethan
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<p>Biogas ist ein erneuerbarer Energieträger, der durch die Fermentation organischer Materialien entsteht. Als biogene Grundstoffe können nachwachsende Rohstoffe, Reststoffe aus der Landwirtschaft bzw. der Landschaftspflege oder biogene Abfälle herangezogen werden. Die Zusammensetzung von Biogas ist sehr unterschiedlich, Hauptbestandteil des aufbereiteten Biogases ist Methan.<br> <br>Das gereinigte Biogas kann vielfältig genutzt werden. Die häufigste Verwendung ist die Energieerzeugung durch Verbrennung. Es kann in Gasheizungen und Gasmotoren, z. B. von Notstromaggregaten, eingesetzt werden. Biogas kann auch als Treibstoff für Fahrzeuge dienen, indem es zu Biomethan aufbereitet wird. <br> <br>Umweltbelange und Klimawirksamkeit:</p><ul><li>Anders als bei fossilen Brennstoffen wird beim Verbrennen kein zusätzliches CO<sub>2</sub> freigesetzt, sondern nur CO<sub>2</sub>, das bereits während der Wachstumsphase der Pflanzen der Atmosphäre entzogen worden ist. Trotzdem ist Biogas bzw. speziell Methan ein stark wirksames Treibhausgas. Eine Einheit Methan ist 20-mal so klimawirksam wie eine Einheit Kohlenstoffdioxid. Deshalb ist hier besonders große Sorgfalt darauf zu verwenden, dass bei Erzeugung, Transport und Verwendung des Biogases möglichst kein Methan freigesetzt wird.</li><li>Die Menge von Biogas, die erzeugt werden kann, ist begrenzt. Die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe ist nicht unendlich erweiterbar. </li></ul>
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Dezentrale Wärmeversorgung
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<p>Die Aufgabe der Wärmeversorgung ist die Gewährleistung, dass der Wärmebedarf aller Gebäude gedeckt werden kann. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: die <a href="/lexikon#zentrale wärmeversorgung">zentrale Wärmeversorgung</a> und die dezentrale Wärmeversorgung.</p><p>Die dezentrale Wärmeversorgung zeichnet sich durch viele kleine Heizstätten aus, die sich meist ist in einzelnen Gebäuden befinden. Das ist bisher die verbreitetste Art der Wärmeversorgung in Deutschland. <br>Hierbei entscheidet jede Besitzerin und jeder Besitzer darüber, welche Heizart im eigenen Gebäude zur Anwendung kommt. Die Beschaffung der Energieträger, wie Strom oder Pellets, obliegt den Eigentümerinnen und Eigentümern. Eine dezentrale Wärmeversorgung bietet auf der einen Seite mehr Unabhängigkeit und Entscheidungsspielraum für die Besitzerinnen und Besitzer, auf der anderen Seite bietet die zentrale Wärmeversorgung Vorteile wie die größere Versorgungssicherheit sowie Kostenersparnisse.</p><p>Beispiele für eine dezentrale Wärmeversorgung sind Einfamilienhäuser mit Pelletheizung oder Wärmepumpe. <br> </p>
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Dämmwert
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<p>Je höher der Dämmwert, desto besser dämmt das Material. <br><br>Der Dämmwert drückt die Wirksamkeit eines Dämmstoffes aus. Er bezieht sich auf die Fähigkeit eines Materials, die Übertragung von Wärme oder auch von Schall zwischen zwei Räumen oder Umgebungen zu verringern.
<br>Die Qualität von Dämmstoffen wird mit unterschiedlichen Werten angegeben, um ihre thermischen Eigenschaften zu charakterisieren. Der <a href="#lambda-wert"><strong>Lambda-Wert</strong> </a>(λ-Wert) gibt die <a href="#wärmeleitfähigkeit"><strong>Wärmeleitfähigkeit</strong></a> eines Materials an, also wie gut es Wärme leitet. Je niedriger der Lambda-Wert, desto besser ist die Dämmfähigkeit des Materials. <br> <br>Der Rd-Wert hingegen steht für den Wärmewiderstand einer einzelnen Materialschicht und gibt an, wie effektiv diese Schicht Wärme zurückhält. Je höher der Wert, desto besser dämmt das Material. Der Rc-Wert bezieht sich auf den Wärmewiderstand der gesamten Konstruktion, einschließlich aller Schichten und Materialien. Ein höherer Rc-Wert bedeutet eine insgesamt bessere Wärmedämmung. <br> <br>Der <a href="#u-wert">U-Wert</a> (Wärmedurchgangskoeffizient) beschreibt den Wärmeverlust einer gesamten Konstruktion und berücksichtigt die Wärmeleitung, -speicherung und -abgabe. Ein niedriger U-Wert kennzeichnet eine effiziente Wärmedämmung der gesamten Struktur. <br> <br>Insgesamt helfen diese Kennwerte Bauherren und Planern, die geeigneten Dämmmaterialien auszuwählen und die energetische Effizienz von Gebäuden zu optimieren.</p>
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Eignungsprüfung
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<p>Vor Beginn des eigentlichen Prozesses der <a href="/kommunalewaermeplanung">kommunalen Wärmeplanung</a> ist gemäß <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) eine Eignungsprüfung durchzuführen (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__14.html" target="_blank">§ 14 WPG</a>).<br><br>In der Eignungsprüfung wird untersucht, ob (1) Teilgebiete des Gemeindegebietes bzw. (2) das gesamte Gemeindegebiet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die Versorgung durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen. Dazu wird das Gemeindegebiet zunächst in Teilgebiete ähnlicher Siedlungsstruktur eingeteilt.<br>Eignet sich ein Gebiet nicht für eine zentrale Versorgung, kann dort im Rahmen der weiteren Wärmeplanung ein sogenanntes verkürztes Verfahren durchgeführt werden. Im Wärmeplan wird dieses Gebiet als voraussichtliches Gebiet für die <a href="/lexikon#dezentrale wärmeversorgung">dezentrale Wärmeversorgung</a> ausgewiesen.<br><br>Es kann sich in der Eignungsprüfung auch herausstellen, dass (1) Teilgebiete oder (2) das gesamte Gemeindegebiet bereits vollständig oder nahezu vollständig mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme versorgt werden. Dort kann auf die Wärmeplanung gänzlich verzichtet werden.<br> </p>
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Elektrolyse
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<p>Bei der Wasserstoffproduktion wird durch die Wasser-Elektrolyse mithilfe von Gleichstrom Wasser (H₂O) in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) getrennt. Hierzu kommen Elektroden zum Einsatz, die den Ablauf einer Redoxreaktion ermöglichen. <br> <br>Der Prozess gilt nur dann als erneuerbar bzw. klimafreundlich, wenn ausschließlich Strom aus regenerativen Energien (z. B. Photovoltaik-Strom, Wind-Strom) verwendet wird. Während des Prozesses entsteht doppelt so viel Wasserstoff wie Sauerstoff sowie zusätzlich nutzbare Abwärme. Pro erzeugtes Kilogramm an Wasserstoff werden als grober Richtwert ungefähr 10 Liter Wasser benötigt. <br> <br>Über zwei Elektroden (Anode und Kathode) wird elektrischer Gleichstrom in einen Elektrolyten geleitet. Es findet eine Oxidation an der Anode statt (das heißt, dort werden Elektronen abgegeben) sowie eine Reduktion an der Kathode (dort werden Elektronen aufgenommen). Für den Prozess der Wasser-Elektrolyse bedeutet dies, dass sich das Wasser infolge der angelegten Gleichspannung über mehrere Reaktionsschritte in molekularen Sauerstoff sowie molekularen Wasserstoff aufspaltet. Der Sauerstoff liegt an der Anode vor, der Wasserstoff an der Kathode. Beide Moleküle liegen nach der Elektrolyse gasförmig vor.<br>Das Elektrolyt kann, je nach Technologie, variieren und flüssig oder fest sein. Die Elektroden im Bereich der Wasser-Elektrolyse bestehen aus einem Metall. <br> <br>Der Wirkungsgrad einer Elektrolyse-Anlage variiert je nach Technologie und kann Werte von bis zu 70 bis 80 Prozent erreichen. Bei sinnvoller Nutzung der entstehenden Abwärme aus dem Elektrolyse-Prozess erhöht sich der Wirkungsgrad entsprechend. Für 1 kg Wasserstoff (Energiegehalt: ca. 33 kWh) benötigt es ungefähr 50 kWh an elektrischer Eingangsenergie. Leitungs-, Transport- sowie Umwandlungsverluste des Stromes sind hierbei noch nicht berücksichtigt. <br>
Die gängigsten Erzeugungsverfahren aus dem Bereich der Wasser-Elektrolyse sind die PEM-Elektrolyse (Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse), die AEL-Elektrolyse (Alkalische Elektrolyse) sowie die SOEL (Festkörperoxid-Elektrolyse).<br> <br>Das Wasser der meisten Elektrolyse-Verfahren benötigt einen sehr hohen Reinheitsgrad, da es sonst zu Störungen der Redoxreaktion kommt, wodurch die Effizienz des Prozesses sowie die Lebensdauer der Komponenten sinkt. Es wird entmineralisiertes Wasser eingesetzt, um Ablagerungen auf den Elektroden sowie Membranen zu verhindern. Hierzu benötigt es eine Wasseraufbereitungsanlage.</p>
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Endenergie
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<p>Endenergie ist die Energie, die in Form von Strom, Brennstoffen oder Treibstoffen zur Verfügung steht, um damit <a href="#nutzenergie"><strong>Nutzenergie</strong></a> wie z. B. Licht oder Wärme zu erzeugen.<br> <br>Die Endenergie muss erst durch einen Umwandlungsprozess aus <a href="#primärenergie"><strong>Primärenergie</strong></a>, wie sie in natürlichen Ressourcen wie Kohle, Erdöl oder erneuerbaren Quellen vorkommt, gewonnen werden. Für diesen Umwandlungsprozess wird in der Regel Energie benötigt. Erzeugt man jedoch Strom aus Sonnenenergie, Wind oder Wasserkraft, gibt es keinen zusätzlichen Energieaufwand für den Wandelprozess. Die Primärenergie entspricht dann der Endenergie.</p>
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Energieausweis
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<p>Der Energieausweis ist ein Steckbrief, der die wichtigsten Kennwerte zur Energieeffizienz eines Gebäudes liefert. Wesentlicher Bestandteil ist der Energieeffizienzkennwert in kWh/m²a, also – bei Wohngebäuden – der jährliche Energiebedarf bzw. -verbrauch pro Quadratmeter Wohnraum. Die Angaben im Energieausweis dienen z. B. dem Vergleich von Gebäuden, wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder vermieten bzw. kaufen oder mieten möchten.</p><p>Ausführliche Informationen zum <a href="https://zukunftskompass-waerme.bayern/energieausweis"><strong>Energieausweis</strong></a> haben wir gesondert für Sie aufbereitet.</p>
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Energieberatung
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<p>Ob Neubau oder Sanierung – in den meisten Fällen wird eine qualifizierte Energieeffizienz-Beratung gefordert, damit Sie Förderprogramme nutzen können. Aber auch ohne diesen finanziellen Aspekt ist eine solche Beratung für Sie sinnvoll. Denn Sie erhalten neutrale Empfehlungen für wirkungsvolle Maßnahmen in Ihrem Bau- oder Sanierungsprojekt.</p><p>Ausführliche Informationen zur Energieberatung und zu deren Ablauf finden Sie <a href="https://zukunftskompass-waerme.bayern/energieberatung"><strong>hier</strong></a>.</p>
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Energieeffizienz
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<p>Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis von erzieltem Nutzen zu eingesetzter Energie. Die sparsame und effiziente Nutzung von Energie ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist eine Daueraufgabe.<br> <br>Kurz gesagt: Je effizienter etwas ist, desto weniger Energie benötigt es, um die gleiche Menge an Arbeit zu verrichten oder den gleichen Nutzen zu bieten. Umgangssprachlich gelten Geräte oder Gebäude als energieeffizient, wenn vergleichsweise wenig Energie für deren Betrieb aufgewendet wird. <br> <br>Energieeffizienz zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu minimieren und gleichzeitig die gewünschte Leistung oder Dienstleistung zu maximieren. Dies kann durch die Verwendung effizienterer Technologien, Prozesse oder Materialien erreicht werden, um Energieverluste zu reduzieren und nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen.</p>
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Energieeffizienzexperten
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<p>In der <a href="https://www.energie-effizienz-experten.de/" target="_blank"><strong>Energieeffizienz-Expertenliste</strong></a> für Förderprogramme des Bundes sind qualifizierte, geprüfte Expertinnen und Experten für energieeffizientes Bauen und Sanieren zentral gelistet. Private Bauherinnen und Bauherren sowie Unternehmen können in dieser Liste einen Berater in ihrer Nähe auswählen.<br> <br>Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist Ansprechpartnerin für die mehr als 13.000 gelisteten Expertinnen und Experten, prüft ihre Qualifikationen und stichprobenartig auch ihre Arbeitsergebnisse. Dabei stimmt sie sich eng mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), der KfW und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab. Damit ist gewährleistet, dass diese Fachleute bestimmte Anforderungen an die berufliche Ausbildung erfüllen, über Praxiserfahrung verfügen oder sich zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren vertieft weitergebildet haben. Dies ist zugleich eine Qualitätssicherung. <br> <br>Bei den meisten öffentlichen Förderstellen können nur Energieeffizienzexperten die Förderfähigkeit der Maßnahmen bestätigen. Achten Sie am besten direkt bei der Auswahl darauf.</p>
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Energieträger
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<p>Energieträger sind Quellen oder Formen von Energie, die genutzt werden können, um Arbeit zu verrichten oder Wärme zu erzeugen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Energie für verschiedene Anwendungen.<br> <br>Es gibt zwei Hauptarten von Energieträgern:<br> </p><ol><li><p>Primärenergieträger
</p><p>Dies sind natürliche Ressourcen, die direkt aus der Umwelt gewonnen werden. Dazu gehören z. B. Sonnenlicht, Wind, Wasser, Biomasse, aber auch Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese müssen oft in einen für den Verbrauch nutzbaren Zustand umgewandelt werden.</p><p> </p></li><li><p>Sekundärenergieträger
</p><p>Dies sind Energieträger, die aus Primärenergieträgern durch Umwandlungsprozesse gewonnen werden. Beispiele hierfür sind Elektrizität, Wasserstoff, Benzin und Diesel. Sekundärenergieträger sind häufig leichter zu transportieren und vielseitiger in der Anwendung.<br> </p></li></ol><p>Kurz gesagt: Primärenergieträger sind die "ursprünglichen" Energiequellen, während Sekundärenergieträger die "verarbeiteten" Formen sind, die für verschiedene Zwecke genutzt werden können.</p>
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Erdgas
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<p>Erdgas ist ein fossiles und endliches Gasgemisch, das hauptsächlich aus Methan besteht. Es entsteht durch den Abbau von organischen Materialien über einen sehr langen Zeitraum und reichert sich in unterirdischen Gesteinsschichten an. Erdgas ist farb- und geruchlos. Dem geförderten Rohgas wird bei der Aufbereitung zur Nutzung häufig ein charakteristischer Geruch zugefügt, damit austretendes Gas leichter erkannt werden kann. <br>Erdgas wird weltweit zum Heizen, zum Kochen, zur Stromerzeugung, für industrielle Prozesse und für den Transport eingesetzt. Es wird in der Regel über ein Erdgasnetz oder verflüssigt über Tanks zur Verfügung gestellt. Die Stromerzeugung mit Gas zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus. <br> <br>Umweltbelange und Klimawirksamkeit</p><ul><li>Treibhausgasemissionen: Die Verbrennung von Erdgas führt zu klimawirksamen Treibhausgasemissionen, insbesondere Kohlendioxid (CO₂), die zur Erderwärmung beitragen.</li><li>Methanemissionen: Bei der Gewinnung, dem Transport und der Nutzung von Erdgas können Methanemissionen auftreten. Methan (CH₄) ist ein starkes Treibhausgas, das zur Erderwärmung beiträgt.</li><li>Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen: Erdgas ist ein nicht erneuerbarer Brennstoff, die Vorräte sind begrenzt. Dies führt zu Fragen der Abhängigkeit (Preis und Verfügbarkeit), der langfristigen Verfügbarkeit und damit der Energiesicherheit.</li><li>Umweltauswirkungen beim Abbau: Bei der Förderung von Erdgas können Umweltauswirkungen auftreten, wie beispielsweise Landschaftsveränderungen, (Trink-)Wasser- und Bodenverschmutzung.</li></ul>
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Erneuerbare Energien
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<p>„Als erneuerbare Energien (auch regenerative Energien genannt) werden nachhaltige Energien, wie Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie), Windenergie, Wasserkraft, Erdwärme, Umgebungswärme, und Biomasse bezeichnet. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern […] stehen erneuerbare Energien praktisch zeitlich unbegrenzt und nahezu unendlich zur Verfügung. Erneuerbare Energien sollen zudem auch nachhaltig, d.h. ohne Raubbau und wesentliche Umweltbelastungen, produziert werden.“ (s. „<a href="https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/publikationen/pdf/2023-12-14_Energiewende_A-Z.pdf" target="_blank">Energiewende A-Z</a>“, S. 44, StMWi, 2023)</p>
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Flächenheizung
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<p>Flächenheizungen zählen zusammen mit den klassischen Heizkörpern zu den Heizflächen. Diese sorgen dafür, dass die Wärme eines zentralen Heizsystems an die zu beheizenden Räume abgegeben wird. </p><p>Zu den Flächenheizungen zählen vor allem die Fußbodenheizung, die Wandheizung und die Deckenheizung. Bei allen dreien werden Wasser führende Rohrleitungen in der Regel in Schlangenform angeordnet und raumseitig verkleidet. Bei der Fußbodenheizung sind sie in oder unter dem Estrich verlegt. An den Wänden oder an der Decke kann eine Verkleidung mit Putz oder Gipskartonplatten erfolgen.</p><p>Bei der Wärmeverteilung im Raum sind in der Regel sowohl die Wärmestrahlung als auch die Konvektion im Spiel. Der Anteil an Strahlungswärme ist bei Flächenheizungen größer als bei Heizkörpern. Ihr Vorteil ist, dass die gleichmäßige großflächige Wärmeverteilung in Form von Wärmestrahlung die meisten Menschen als sehr angenehm empfinden. Zudem eignen sie sich aufgrund der Größe der Heizflächen ideal für die besonders effizienten Niedertemperaturheizsysteme. Allerdings reagieren sie auf Temperaturänderungen eher träge.</p>
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Flüssiggas
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<p>Der Begriff Flüssiggas steht zunächst für alle durch Kühlung und Kompression verflüssigten Gase.<br>Im Allgemeinen wird der Begriff gleichbedeutend mit dem englischen Liquified Petroleum Gas (LPG) benutzt. Dabei handelt es sich um Propan und Butan sowie deren Gemische.<br> <br>Propan und Butan entstehen zusammen mit Erdöl innerhalb sehr langer Zeiträume aus der Zersetzung organischer Stoffe. Sie zählen also zu den fossilen Rohstoffen. Gewonnen werden sie als Nebenprodukte zum einen bei der Förderung von Erdöl oder Gas, zum anderen in Erdölraffinerien. Verwendung findet Flüssiggas überwiegend als Brennstoff zum Heizen, aber auch als Treibstoff für Fahrzeuge (Autogas).<br> <br>Die Versorgung mit Flüssiggas erfolgt über den See- und Straßentransportweg und es wird beim Endverbraucher in Flüssiggastanks gelagert.<br> <br>Umweltbelange und Klimawirksamkeit</p><ul><li>Als fossiler Energieträger kommt es bei der Verbrennung zur Freisetzung und Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Damit ist ihre Nutzung klimawirksam und trägt zur Erderwärmung bei.</li><li>Wie alle fossilen Rohstoffe ist ihr Vorkommen endlich. Auch im Sinne der Energiesicherheit sollte deshalb ihre Nutzung, wo möglich, zugunsten erneuerbarer Energieträger nach und nach eingestellt werden.</li><li>Zudem können bei der Gewinnung fossiler Rohstoffe Umweltauswirkungen auftreten, wie beispielsweise Landschaftsveränderungen, (Trink-)Wasser- und Bodenverschmutzungen.</li><li>Propan und Butan sind schwerer als Luft. Kommt es zu Leckagen, sammeln sich die Gase in Vertiefungen an. Bei einer höheren Konzentration dieser Gase verdrängen sie den Sauerstoff und können zum Ersticken führen.</li></ul>
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Gebäudeenergiegesetz
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<p>Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/"><strong>https://www.gesetze-im-internet.de/geg/</strong></a> ist ein deutsches Bundesgesetz, das seit Ende 2020 besteht und die vorher geltenden verschiedenen rechtlichen Verordnungen zu Mindeststandards beim Bauen und Sanieren zusammenführt. Erste gesetzliche Anforderungen an die Energieeffizienz wurden 1976 mit dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und der daraus abgeleiteten ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 als Folge der Ölkrise eingeführt. Seither wurden die Anforderungen vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und der Auswirkungen der Nutzung fossiler Ressourcen für den Klimaschutz stetig angehoben.</p><p>Mit der Änderung des GEG, die zum 1. Januar 2024 in Kraft trat, soll konkret der Umstieg auf klimafreundliche Heizungen eingeleitet und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert werden. Schrittweise soll damit bis 2045 der Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung erfolgen, die für alle planbar, kostengünstig und stabil ist.</p><p>Das GEG richtet sich vor allem an Bauherren von neuen Gebäuden sowie an Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsgebäuden. Es setzt konkret energetische Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäudehülle und des Heizsystems fest für beheizte oder klimatisierte Gebäude. Es enthält Vorgaben zur Heizungs- und Klimatechnik sowie zum Wärmedämmstandard und Hitzeschutz von Gebäuden. </p><p><strong>Anforderungen an die Gebäudehülle:</strong><br>Neubauten sind demnach als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Hierfür sind Höchstwerte für den zulässigen Gesamtenergiebedarf, die Energieverluste und die Heizanlagen definiert. Für Bestandsgebäude gilt eine Nachrüstpflicht der obersten Geschossdecke bzw. des darüber liegenden Daches, wenn ein bestimmter Grenzwert an Wärmeverlust überschritten wird. Darüber hinaus gibt es Anforderungen an die Energieeffizienz bei Änderung der Außenhülle von Bestandsgebäuden. </p><p><strong>Anforderungen an das Heizsystem:</strong><br>Für Neubauten schreibt das GEG vor, dass nur noch Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien eingebaut werden dürfen. Übergangsfristen gibt es im Zusammenhang mit dem <a href="/kommunalewaermeplanung" target="_blank"><strong>Wärmeplanungsgesetz (WPG)</strong></a><strong> </strong>für Neubauvorhaben außerhalb von Neubaugebieten. Heizanlagen in Bestandsgebäuden können weiter betrieben werden, solange diese funktionstüchtig bzw. reparierbar sind und gewissen Mindestanforderungen entsprechen. Geht die Heizung kaputt, sodass keine Reparatur mehr möglich ist, gibt es pragmatische Übergangslösungen.</p><p><strong>Bedenken Sie:</strong> <br>Auch ohne diese gesetzlichen Vorschriften ist es aus vielen Gründen sinnvoll, Gebäude so zu bauen oder sie so zu modernisieren, dass sie möglichst energieeffizient sind. Ebenso ist es alleine zum Schutz vor steigenden Preisen und der Abhängigkeit von Energieimporten sinnvoll, auf Heizungen mit erneuerbaren Energien umzusteigen! Hohe Fördermittel (bis zu 70 Prozent) unterstützen Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsgebäuden beim Umstieg. <br> </p><p><strong>Weitere Informationen:</strong></p><ul><li><a href="https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Downloads/faktenblatt-geg-gebaeudeenergiegesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=9" target="_blank">Faktenblatt GEG</a></li><li><a href="https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/topthemen/Webs/BMWSB/DE/GEG/GEG-Top-Thema-Artikel.html" target="_blank">GEG – das gilt seit dem 1. Januar 2024</a><br>Informationen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen </li></ul><p><strong>GEG-Infoportal:</strong></p><ul><li><a href="https://www.bbsr-geg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/StrukturGEG/GEG-node.html">GEG Regelungen</a></li></ul><p><strong>Das GEG: Jetzt umsteigen auf klimafreundliche Wärme!</strong></p><ul><li><a href="https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/geg-gesetz-fuer-erneuerbares-heizen.html?etcc_cu=onsite&etcc_med_onsite=KurzUrl" target="_blank">GEG Gesetz für erneuerbares Heizen</a></li><li><a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichungen/2024/geg-dl.pdf;jsessionid=2A9F8773EF2DADF5A62FCD18164A8048.live21323?__blob=publicationFile&v=2" target="_blank">Das Gebäudeenergiegesetz (GEG): Ein Leitfaden für Wohngebäude</a></li></ul><p><strong>Was ändert sich mit dem neuen GEG?</strong></p><ul><li><a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/geg-was-aendert-sich-mit-dem-gebaeudeenergiegesetz-13886" target="_blank">Was ändert sich mit dem Gebäudeenergiegesetz?</a></li></ul>
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Gebäudehülle
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<p>Die Gebäudehülle umfasst alle Bauteile eines Gebäudes, die dieses nach außen abschließen. Im Wesentlichen besteht sie aus den Wänden, den Türen, den Fenstern, den Dachflächen und den Böden. </p><p>In Bezug auf energieeffizientes Bauen hat die thermische Gebäudehülle Bedeutung. Diese umfasst alle Bauteile, die beheizte Räume von Außenluft, Erdreich und von unbeheizten Räumen (z. B. Dachboden) trennen.</p><p> </p>
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Gebäudestandards
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<p>Passivhaus, Nullenergiehaus, Sonnenhaus, Effizienzhaus 55 – sicher haben Sie schon von diesen Begriffen gehört. Sie beschreiben Gebäudestandards und ermöglichen damit die Klassifizierung nach Gebäudeenergieeffizienz. Was es genau damit auf sich hat und welche <a href="/gebaeudestandards"><strong>verschiedenen Gebäudestandards</strong></a> es gibt, haben wir gesondert für Sie aufbereitet.</p>
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Heizflächen
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<p>Mithilfe von Heizflächen wird bei der heute in Deutschland üblichen Warmwasserzentralheizung die über ein Rohrnetz im Gebäude verteilte Wärme an die Räume abgegeben.<br><br>Die Wärme wird an den Heizflächen im Wesentlichen über Strahlung und über Konvektion mit der Luft als Wärmeträger an den Raum abgegeben. Die Wärmestrahlung wird von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden. Bei der Konvektion kann es bei großen Temperaturunterschieden im Raum zu Zugluft kommen.<br><br>Bei den unterschiedlichen Arten von Heizflächen unterscheidet man die klassischen Heizkörper von den sogenannten Flächenheizungen. Dabei ist der Anteil an Strahlungswärme bei Flächenheizungen größer als bei Heizkörpern. Deshalb eignen sich Flächenheizungen aufgrund der Größe der Heizflächen ideal für die besonders effizienten Niedertemperaturheizsysteme. Heizkörper ermöglichen aufgrund der Wärmeverteilung über die Konvektion eine schnelle Anpassung der Raumtemperatur an den Wärmebedarf. Wird für ausreichend Heizflächen und Wärmedämmung des Gebäudes gesorgt, können auch hier Niedertemperaturheizungen zum Einsatz kommen.<br> </p>
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Heizkreispumpe
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<p>Heizkreispumpen sind Komponenten in Heizungsanlagen, die dazu dienen, das Heizungswasser durch den Heizkreislauf zu zirkulieren. Ihr Hauptzweck besteht darin, die Wärmeenergie vom Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel) zu den Heizflächen (beispielsweise Heizkörper oder Fußbodenheizungen) in einem Gebäude zu transportieren. Nachdem das Wasser Wärme an die Raumluft abgegeben hat, wird es wieder zur Wärmeerzeugung zurückgeführt. <br> <br>Moderne Heizkreispumpen sind oft mit energiesparenden Technologien ausgestattet. Hocheffiziente Pumpen können den Energieverbrauch reduzieren und somit die Betriebskosten senken.<br> <br>Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die Heizkreispumpe den erforderlichen Durchfluss für eine effiziente Wärmeübertragung bietet. Eine zu hohe oder zu niedrige Durchflussrate kann die Leistung der Heizungsanlage beeinträchtigen.<br> <br>Die Auswahl der richtigen Heizkreispumpe sollte auf den spezifischen Anforderungen der Heizungsanlage basieren. Die Pumpenleistung muss zum Wärmebedarf des Gebäudes passen. Moderne Heizungsanlagen können zudem mit intelligenter Regelungstechnik ausgestattet sein, um den Energieverbrauch weiter zu optimieren. Die Heizkreispumpe sollte gut in das Gesamtsystem integriert sein.<br> <br>Vor dem Kauf oder der Installation einer Heizkreispumpe sollten Sie sich von <a href="#energieeffizienz-experten"><strong>Energieeffizienzexperten</strong> </a>beraten lassen, um sicherzustellen, dass Ihre Auswahl den Anforderungen der Heizung entspricht.</p>
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Heizkörper
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<p>Heizkörper zählen zusammen mit den Flächenheizungen zu den Heizflächen<strong>.</strong> Diese sorgen dafür, dass die Wärme eines zentralen Heizsystems an die zu beheizenden Räume abgegeben wird. </p><p>Die klassischen Heizkörper sind frei im Raum angeordnet. Zunächst fanden sogenannte Gliederheizkörper oder Radiatoren Verwendung, sie sind auch heute noch weitverbreitet. Heute kommen die Plattenheizkörper am meisten zum Einsatz. Häufig werden dabei mehrere Platten hintereinander gereiht und Konvektorbleche dazwischen eingefügt. Weitere Heizkörperarten sind Konvektoren, die die Wärme ausschließlich über Konvektion verteilen, und Badheizkörper, die eine Abwandlung des Radiators sind, mit quer verlaufenden Röhren mit zum Teil größeren Abständen; sie eignen sich besonders für das Trocknen von Handtüchern.</p><p>Bei der Wärmeverteilung im Raum sind in der Regel sowohl die Wärmestrahlung als auch die Konvektion mit der Luft als Wärmeträger im Spiel. Heizkörper geben die Wärme dabei vorwiegend über Konvektion ab. Deshalb ermöglichen sie eine schnelle Anpassung der Raumtemperatur an den Wärmebedarf. Bei größeren Temperaturunterschieden im Raum kann die Konvektion zu einer starken Luftbewegung führen, die als Zugluft empfunden wird und auch Staub mitführt. Durch gute Wärmedämmung und eine effiziente Heizregulierung kann dieser Effekt minimiert werden. In diesem Fall eignen sich Heizkörper bei ausreichender Größe der Heizflächen auch für Niedertemperaturheizungen.</p>
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Heizlast
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<p>Die Heizlast bezieht sich auf die erforderliche Wärmemenge, die in einem Gebäude benötigt wird, um es auf die gewünschte Innentemperatur zu erwärmen. Es handelt sich also um die maximal erforderliche Heizleistung unter den ungünstigsten Bedingungen, damit es auch während der kältesten Tage des Jahres ausreichend warm wird. <br> <br>Die genaue Berechnung der Heizlast ist entscheidend, um eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Heizungsanlage zu gewährleisten, die den spezifischen Anforderungen des Gebäudes entspricht und den Nutzungsansprüchen gerecht wird. Zur Berechnung werden dabei die Norm-Innenraumtemperatur sowie die tiefste Norm-Außentemperatur zugrunde gelegt. In der Regel wird diese von Fachleuten wie Heizungsbauern oder Energieeffizienzexperten durchgeführt.<br> <br>Basierend auf der ermittelten Heizlast sollte die Heizungsanlage entsprechend dimensioniert werden. Eine zu kleine Heizung kann die Räume nicht ausreichend erwärmen, während eine überdimensionierte Heizung unnötig hohe Betriebskosten verursachen kann.<br> <br>Gut isolierte Fenster, gedämmte Wände und Dächer können den Wärmeverlust reduzieren und somit die Heizlast verringern. Bei einer nachträglichen Dämmung des Gebäudes sollte die Heizlast überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Heizungsanlage weiterhin optimal dimensioniert ist.</p>
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Heizungssystem
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<p>Unter einem Heizsystem versteht man die Art der Beheizung eines Gebäudes. Geläufig ist daher auch die Bezeichnung Heizungsart. Es beinhaltet die Wärmequelle (z. B. Heizkessel, Wärmepumpe oder Einzelraumfeuerung), den Brennstoff bzw. den Wärmeenergieträger (z. B. Holz oder Erdwärme) und die gesamte dazu notwendige Anlagentechnik. (Wärmeübertragung und Verfahren des Heizens). Dabei kann es sich auch um ein hybrides System handeln, bei dem verschiedene Wärmequellen und die dafür notwendige Anlagentechnik miteinander verbunden sind.</p><p>Klassifiziert kann ein Heizungssystem nach verschiedenen Gesichtspunkten werden: nach der Art der Energieträger z. B. in Gasheizung, Ölheizung, Holzheizung (Pellet- oder Hackschnitzelheizung) oder Elektroheizung (Wärmepumpenheizung oder Nachtspeicherheizung), nach dem technischen Prinzip der Leitungsführung oder nach dem Ort der Wärmeerzeugung z. B. in Zentralheizung, Etagenheizung und Fernwärmeheizung. </p>
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Kollektor
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<p>Als Kollektoren oder Sonnenkollektoren wird der Teil einer Solarthermieanlage bezeichnet, der sichtbar auf dem Dach, der Fassade angebracht oder auf einer Freifläche aufgestellt ist. Kollektoren nutzen die Wärmeenergie der Sonnenstrahlung, um daraus Heizenergie zu gewinnen oder Trinkwasser zu erwärmen. Dies trägt zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen bei und kann zu einer Reduzierung des Bedarfs an Energieträgern wie z. B. <a href="#erdgas"><strong>Erdgas</strong> </a>oder Biomasse führen.<br> <br>Häufig kommen dabei Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren zum Einsatz. Typischerweise bestehen solche Kollektoren aus einem Absorber, der Sonnenenergie absorbiert, einem transparenten Abdeckglas, das einen Treibhauseffekt erzeugt, und einem Gehäuse, das die Komponenten schützt. Der Absorber erwärmt sich durch die Sonneneinstrahlung und gibt dann die gesammelte Wärme an die Wärmeträgerflüssigkeit ab. Die Wärme wird über einen <a href="#wärmetauscher"><strong>Wärmetauscher</strong> </a>in das Heizungssystem eines Gebäudes oder in ein Fernwärmenetz eingespeist. Beim Wärmeträger handelt es sich in der Regel um Wasser mit einem Frostschutzzusatz. <br> <br>Erfahren Sie mehr über die <a href="https://www.energieatlas.bayern.de/thema_sonne/solarthermie/nutzung" target="_blank"><strong>Arten der Nutzung von Solarthermieanlagen</strong></a>.</p>
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Konnexitätsprinzip
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<p>Das Konnexitätsprinzip ist ein Grundsatz des Staatsrechts und zielt darauf ab, dass jeweils die Staatsebene, die über eine Aufgabe entscheidet, auch die Verantwortung für die Finanzierung übernimmt. Ganz nach dem Motto „Wer bestellt, bezahlt“.<br><br>Die rechtliche Grundlage bildet <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_104a.html" target="_blank">Art. 104a</a> des Grundgesetzes. Dort ist festgelegt: „(1) Der Bund und die Länder tragen gesondert die Ausgaben, die sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt. (2) Handeln die Länder im Auftrage des Bundes, trägt der Bund die sich daraus ergebenden Ausgaben“. Die Gemeinden gelten im Grundgesetz als Teil der Länder.<br><br>Nachdem die kommunalen Spitzenverbände sich lange für die gesetzliche Fixierung des Konnexitätsprinzip eingesetzt hatten, wurde dieses in die Verfassungen der meisten Bundesländer übernommen.<br><br>In Bayern ist dies in <a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVerf-83" target="_blank">Art. 83 Abs. 3 Bayer. Verfassung</a> geregelt. Der entscheidende Satz ist: „Führt die Wahrnehmung dieser Aufgaben zu einer Mehrbelastung der Gemeinden, ist ein entsprechender finanzieller Ausgleich zu schaffen“.<br>Der finanzielle Ausgleich wird als Konnexitätszahlung bezeichnet.<br><br>So kommt es unter anderem auch im Zusammenhang mit der kommunalen Wärmeplanung zur Zahlung eines finanziellen Ausgleichs an die Kommunen. Wie der Ausgleich erfolgt, erfahren Sie im Zukunftskompass Wärme auf der Seite <a href="/kommunalewaermeplanung">Kommunale Wärmeplanung</a> im Bereich „Kostenausgleich für Kommunen für die Durchführung der kommunalen Wärmeplanung in Bayern“.<br> </p>
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Konvoiverfahren
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<p>Das Konvoiverfahren ist eine organisatorische Variante der kommunalen Wärmeplanung, bei der sich mehrere Kommunen zusammenschließen, um die Wärmeplanung gemeinsam durchzuführen. Man spricht hier auch von Konvoiplanung.<br><br>Die Grundlage dazu eröffnet das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (WPG), das in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__4.html" target="_blank">§ 4 WPG</a> Abs. 3 (zweiter Satz) regelt: „Die Länder können vorsehen, dass für mehrere Gemeindegebiete eine gemeinsame Wärmeplanung erfolgen kann“. Der Bayerische Freistaat hat diese Möglichkeit in bayerisches Recht umgesetzt (<a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZVEnEV-8" target="_blank">§ 8 AVEn </a>Abs. 1) und unterstützt die Gemeinden bei der Entscheidung im Vorfeld der Wärmeplanung mit Hilfe des sogenannten Kurz-ENPs.<br><br>Gerade in Bayern, mit seinen vielen eher kleinen Gemeindegebieten, stellt der Zusammenschluss eine Möglichkeit dar, Synergien zu nutzen, um die Wärmeplanung effizienter zu machen. Die Synergien ergeben sich sowohl auf administrativer Ebene als auch durch die mögliche gemeinsame Erschließung vorhandener Wärmepotenziale.<br><br>Ergebnis der Wärmeplanung im Konvoiverfahren ist ein eigenständiger Wärmeplan für jede beteiligte Gemeinde. Auch der individuelle Anspruch und das Vorgehen bei der Beantragung der Ausgleichszahlungen nach dem Konnexitätsprinzip bleibt für jede Gemeinde unverändert bestehen.<br> </p>
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Lambda-Wert
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<p>Der Lambda-Wert (λ-Wert) ist ein Maß für die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffs. Er gibt an, wie gut oder schlecht ein Material Wärme leitet. Je niedriger der Lambda-Wert, desto besser ist die Dämmfähigkeit des Materials.<br> <br>Ein niedriger Lambda-Wert bedeutet, dass das Material Wärme nur schlecht leitet und somit ein effektiver Wärmeschutz ist. Hochdämmende Materialien wie beispielsweise Dämmstoffe haben in der Regel niedrige Lambda-Werte. Ein hoher Lambda-Wert hingegen deutet darauf hin, dass das Material Wärme gut leitet und weniger effektiv als Wärmedämmung ist.<br> <br>Der Lambda-Wert ist daher ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Baustoffen, insbesondere wenn es um die Effizienz von Wärmedämmungen in Gebäuden geht. <br>Lesen Sie dazu auch Informationen zu <a href="#dämmwert"><strong>Dämmwert</strong> </a>und <a href="#u-wert"><strong>U-Wert</strong></a>.</p>
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Nutzenergie
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<p>Nutzenergie ist die Energie in der Form, wie sie vor Ort für einen bestimmten Zweck gebraucht und eingesetzt wird.<br> <br>So ist die Wärme, die man benötigt, um ein Gebäude zu heizen, eine Nutzenergie oder auch die Kälte für die Kühlung eines Gebäudes. Auch Licht zur Beleuchtung ist eine Nutzenergie. <br> <br>In der Regel entsteht Nutzenergie durch eine Energieumwandlung aus der sogenannten <a href="#endenergie"><strong>Endenergie</strong></a>. Beispielsweise kann man mit elektrischer Energie eine Wärmepumpe betreiben, die Heizwärme als Nutzenergie herstellt. Oder man kann Treibstoffe mithilfe eines Automotors in mechanische Energie umwandeln, die das Auto zum Fahren bringt.</p>
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Planungsverantwortliche Stelle
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<p>Die planungsverantwortliche Stelle ist im Sinne des <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetzes</a> (WPG) „der nach Landesrecht für die Erfüllung der Aufgaben […] verantwortliche Rechtsträger“ (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 WPG</a> Abs. 1 Punkt 9). Die planungsverantwortliche Stelle ist also die Instanz, welche die kommunale Wärmeplanung verantworten und umsetzen (lassen) muss. <br><br>Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__4.html" target="_blank">§ 4 WPG</a> die Länder, sicherzustellen, dass auf ihrem Hoheitsgebiet Wärmepläne nach Maßgabe dieses Gesetzes spätestens bis zur festgesetzten Frist erstellt werden. Die Länder sind also für die Einhaltung der Anforderungen und Fristen verantwortlich. <br><br>Auf Grundlage der Verordnungsermächtigung (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__33.html" target="_blank">§ 33 WPG</a>) können die Landesregierungen die Pflicht zur Erstellung eines Wärmeplans auf Gemeinden oder Gemeindeverbände oder sonstige Rechtsträger übertragen. Die Länder müssen dementsprechend die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung nicht selbst übernehmen, sondern können sie an andere Instanzen abgeben.<br> <br>Das Land Bayern hat die erforderlichen gesetzlichen Regelungen in die „Verordnung zur Ausführung energiewirtschaftlicher Vorschriften“ (<a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZVEnEV/true" target="_blank">AVEn</a>, <a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZVEnEV-G3" target="_blank">Teil 3 Wärmeplanungsgesetz</a>) aufgenommen. Dort ist in <a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZVEnEV-8" target="_blank">§ 8 Abs. 1 AVEn</a> geregelt: „Planungsverantwortliche Stellen im Sinne des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) sind die Gemeinden.“<br> </p>
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Potenzialanalyse
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<p>Die Potenzialanalyse ist gemäß <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) ein wesentlicher Schritt bei der Durchführung der Wärmeplanung.<br><br>Der Ablauf der Wärmeplanung ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__13.html" target="_blank">§ 13 WPG</a> festgelegt. Dabei gliedert sich die Wärmeplanung im Wesentlichen in vier Arbeitsphasen und zwar die <a href="/lexikon#bestandsanalyse">Bestandsanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__15.html" target="_blank">§ 15 WPG</a>), die Potenzialanalyse (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__16.html" target="_blank">§ 16 WPG</a>), die Entwicklung des <a href="/lexikon#zielszenario">Zielszenarios</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__17.html" target="_blank">§ 17 WPG</a>) mit der Einteilung in <a href="/lexikon#voraussichtliches wärmeversorgungsgebiet">Wärmeversorgungsgebiete</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__18.html" target="_blank">§ 18 WPG</a>) sowie die Entwicklung einer <a href="/lexikon#umsetzungsstrategie">Umsetzungsstrategie</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__20.html" target="_blank">§ 20 WPG</a>).<br><br>In der Potenzialanalyse werden die im Gemeindegebiet vorhandenen Potenziale für (1) die Wärmebereitstellung und für (2) Energieeinsparungen durch eine Verminderung des Wärmebedarfs ermittelt. Dies gestaltet sich wie folgt:<br> </p><ul><li>Für die <strong>Wärmebereitstellung</strong> werden die Möglichkeiten zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien und der Nutzung unvermeidbarer Abwärme sowie zur zentralen Wärmespeicherung untersucht. </li><li>Bei der Betrachtung der Möglichkeiten zur <strong>Wärmebedarfsreduktion</strong> werden sowohl der Gebäudebestand als auch industrielle und gewerbliche Prozesse berücksichtigt. Das beinhaltet zum Beispiel Sanierungen von Wohngebäuden. <br> </li></ul>
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Primärenergie
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<p>Mit Primärenergie wird der Energiehalt der natürlich vorhandenen <a href="#energieträger"><strong>Energieträger</strong> </a>bezeichnet. <br> <br>Die Primärenergieträger werden direkt aus der Umwelt gewonnen. Dazu gehören beispielsweise Sonnenlicht, Wind, Wasser, Biomasse, aber auch Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese müssen oft erst in die sogenannte <a href="#endenergie"><strong>Endenergie</strong></a> umgewandelt werden, um sie in einen für Anwender nutzbaren Zustand zu bringen. Mögliche Umwandlungsformen sind dabei z. B. Strom oder Brennstoffe.</p>
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Pufferspeicher
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<p>Pufferspeicher sind häufig Bestandteil des Heizungssystems. Ein Pufferspeicher ist ein gut gedämmter Tank, der mit Wasser gefüllt und an den Heizkreis angeschlossen ist. <br> <br>Pufferspeicher dienen der Speicherung überschüssiger Wärmeenergie für den späteren Verbrauch. So können Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch zeitlich entkoppelt werden. Der Pufferspeicher ist in der Regel für den Heizkreislauf und für die Warmwasserversorgung zuständig. Ein Pufferspeicher trägt generell zu einem höheren Wirkungsgrad des Heizsystems bei. So muss ein Heizkessel nicht sofort anspringen, wenn Wärme im System benötigt wird. <br> <br>Nutzt man erneuerbare Energien, ist ein Pufferspeicher wichtig, um Wärme dann erzeugen zu können, wenn die Sonne scheint (<a href="/solarthermie"><strong>Solarthermieanlage</strong></a>) oder wenn die Außentemperatur möglichst hoch ist (<a href="https://zukunftskompass-waerme.bayern/waermepumpe"><strong>Luftwärmepumpe</strong></a>). Auch wenn man mit Biomasse heizt oder an ein Wärmenetz angeschlossen ist, ist ein Pufferspeicher notwendig und sinnvoll, weil die Verbrennung von Holz nicht so flexibel steuerbar ist bzw. die Anschlussleistung an das Wärmenetz geringer ausfallen kann. So lassen sich Kosten sparen.</p>
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Saisonaler Wärmespeicher
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<p>Ein saisonaler Wärmespeicher ist ein Langzeitspeicher für thermische Energie. Er findet oft Verwendung in Kombination mit solarthermischen Anlagen. Dadurch wird es möglich, Wärme „auf Vorrat“ zu gewinnen und für den späteren Bedarf zu speichern. So können längere Zeitspannen mit wenig oder fehlender Sonneneinstrahlung überbrückt werden. Je besser die Dämmung des Wärmespeichers ist, desto weniger Wärme geht über die Zeit verloren.</p><p>Saisonale Wärmespeicher können sowohl bei Einzelgebäuden als auch für Häusergruppen oder als Bestandteil einer Fernwärmeversorgung zum Einsatz kommen. Dabei gibt es unterschiedliche Speichertypen, wie z. B. Behälter-, Erdbecken-, Erdsondenwärmespeicher oder die thermische Bauteilaktivierung. Im Einfamilienhaus werden in der Regel Behälterwärmespeicher mit Wasser als Speichermedium genutzt. </p>
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Sanierungsfahrplan
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<p>In einem Sanierungsfahrplan wird nach ausführlicher Analyse eines Bestandsgebäudes aufgezeigt, wie ein Gebäude Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert werden kann. Ebenso kann der Plan auch zeigen, wie durch eine umfassende Sanierung ein bundesgefördertes Effizienzhausniveau erreicht werden kann (systemische Sanierung). <br> <br>Qualifizierte Expertinnen oder Experten begehen hierfür das Gebäude und beurteilen die einzelnen Bauteile und technischen Anlagen. Zusammen mit den Bauherrinnen und Bauherren werden Nutzungswünsche und mögliche Maßnahmen erörtert. Die letztendlich vorgeschlagenen Maßnahmen werden abschließend in einem Bericht, dem sogenannten „individuellen Sanierungsfahrplan“ (iSFP), zusammengefasst und in einem persönlichen Gespräch erläutert. <br>Im <a href="https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ebw_merkblatt_isfp_2023.html" target="_blank">"<strong>Merkblatt für die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans“</strong></a> des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finden Sie die Mindestinhalte eines iSFP-Sanierungsfahrplans. <br><a href="https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ebw_merkblatt_isfp_2023.html"> </a><br>Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme, die in einem individuellen Sanierungsfahrplan empfohlen wurde, ist im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Einzelmaßnahmen (BEG EM) zum generellen Fördersatz von 15 Prozent ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. </p>
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Taupunkt
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<p>Als Taupunkt wird der Kondensationspunkt von Wasser in der Luft bezeichnet. Am Taupunkt beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent und die Luft ist mit Wasserdampf gerade gesättigt. In oder an Gebäudebauteilen kommt es zu Tauwasserbildung, wenn die Temperatur an oder in dem Bauteil unterhalb des Taupunktes liegt. <br><br>Zur Veranschaulichung: Bei einer Innentemperatur von 18 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent liegt der Taupunkt bei rund 4 °C. Liegt die Innentemperatur bei 22 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 70 Prozent, ergibt sich ein Taupunkt von ca. 16 °C. Da durchschnittlich in Wohnräumen eine Oberflächentemperatur der Innenbauteile von 10 bis 12 °C angenommen wird, würde es im zweiten Fall zur Tauwasserbildung an den Innenwänden oder Fenstern kommen. <br> <br>Gut gedämmte Gebäude sollten so konstruiert werden, dass die Taupunkttemperatur an oder im Bauteil nicht unterschritten wird.<br> <br>Bei wasserdampfdurchlässigen diffusionsoffenen Bauteilen diffundiert Wasserdampf aufgrund des Konzentrationsgefälles durch das Bauteil. An der Stelle, an der die Materialtemperatur des Bauteils, beispielsweise der Wand, niedriger ist als der Taupunkt, kondensiert der Wasserdampf aus der im diffusionsoffenen Bauteil enthaltenen Luft aus und vernässt das Bauteil. Dies geschieht hauptsächlich im Winter an Bauteilen oberirdischer Geschosse, im Sommer in Kellern oder an Wärmedämmverbundsystemen. Gelingt es nicht, die Tauwassermenge auszutrocknen, drohen Bauschäden durch Schimmelbildung. </p>
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Treibhausgase
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<p>Treibhausgase sind Spurengase in der Atmosphäre der Erde, die zur Erwärmung der Erdoberfläche beitragen, indem sie die Energie der Sonneneinstrahlung nicht komplett als Wärmestrahlung ins Weltall entweichen lassen. Er ist dafür verantwortlich, dass Temperaturen auf der Erdoberfläche vorherrschen, die diese erst bewohnbar machen. Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Je höher die Konzentration der Spurengase ist, desto mehr Wärme wird in der Atmosphäre zurückgehalten. <br> <br>Seit Beginn der Industrialisierung hat die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre von 280 ppm (Teilchen auf eine Mio. 1 ppm entspricht 0,0001 Prozent) auf 417 ppm im Jahr 2022 zugenommen. Die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen beobachtbare Erderwärmung geht vor allem auf den Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre zurück.<br> <br> <br> </p>
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U-Wert
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<p>Der U-Wert (auch Wärmedurchgangskoeffizient oder Wärmedämmwert) eines Bauteils ist das Maß und ein wichtiger Kennwert für seine Dämmeigenschaften. Er wird in W/(m²K) angegeben: Watt pro Quadratmeter mal Kelvin. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmwirkung des Bauteils.<br> <br>Der U-Wert gibt den Wärmestrom an, also die Wärmeenergie bezogen auf einen Zeitraum, die durch einen Quadratmeter eines Bauteils von warm nach kalt transportiert wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenluft 1 Kelvin beträgt (1 Kelvin Temperaturunterschied entspricht 1 °C, wissenschaftlich werden Temperaturen und Temperaturunterschiede in Kelvin angegeben).</p><p>Der <a href="#lambda-wert"><strong>Lambda-Wert</strong></a> sowie der <a href="#wärmedurchlasswiderstand r"><strong>Wärmedurchlasswiderstand R</strong></a> sind weitere wichtige Kennwerte für die Qualität von Bauteilen. Unter dem Begriff <a href="#dämmwert"><strong>Dämmwert</strong> </a>finden Sie weitere Informationen zum Thema.</p>
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Umsetzungsstrategie
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<p>Die Entwicklung einer Umsetzungsstrategie ist gemäß <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) ein wesentlicher Schritt bei der Durchführung der Wärmeplanung. <br><br>Der Ablauf der Wärmeplanung ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__13.html" target="_blank">§ 13 WPG</a> festgelegt. Dabei gliedert sich die Wärmeplanung im Wesentlichen in vier Arbeitsphasen und zwar die <a href="/lexikon#bestandsanalyse">Bestandsanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__15.html" target="_blank">§ 15 WPG</a>), die <a href="/lexikon#potenzialanalyse">Potenzialanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__16.html" target="_blank">§ 16 WPG</a>), die Entwicklung des <a href="/lexikon#zielszenario">Zielszenarios</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__17.html" target="_blank">§ 17 WPG</a>) mit der Einteilung in<a href="/lexikon#voraussichtliches wärmeversorgungsgebiet"> Wärmeversorgungsgebiete</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__18.html" target="_blank">§ 18 WPG</a>) sowie die Entwicklung einer Umsetzungsstrategie (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__20.html" target="_blank">§ 20 WPG</a>).<br><br>Auf Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse und im Einklang mit dem Zielszenario entwickeln die zur Wärmeplanung verpflichteten Kommunen jeweils ihre eigene Umsetzungsstrategie. Diese enthält Maßnahmen, die von der jeweiligen Kommune selbst umzusetzen sind. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Versorgung mit Wärme bis zum Zieljahr ausschließlich aus erneuerbaren Energien oder aus unvermeidbarer Abwärme erfolgt.<br> </p>
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Vereinfachtes Verfahren
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<p>Das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) eröffnet den Ländern die Möglichkeit, ein vereinfachtes Verfahren vorzusehen.</p><p>Davon hat das Land Bayern Gebrauch gemacht und die Anforderungen aus dem WPG an ein vereinfachtes Verfahren im <a href="https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZVEnEV-9" target="_blank">§ 9 AVEn</a> umgesetzt: „Gemeinden, in denen zum 1. Januar 2024 weniger als 10 000 Einwohner gemeldet waren, können ein vereinfachtes Verfahren im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 22 WPG nach Maßgabe des Abs. 2 durchführen.“</p><p>Verpflichtend ist ein vereinfachtes Verfahren jedoch nicht. Den unter diese Regelung fallenden Kommunen ist selbst überlassen, ob sie das vereinfachte Verfahren nutzen oder eine kommunale Wärmeplanung nach dem Regelverfahren umsetzen wollen.</p><p>Durch das vereinfachte Verfahren werden vor allem die Datenerhebungs- und Berichtspflichten vereinfacht. Auch werden Prozesse standardisiert, um die kleinen Kommunen in Bayern zu entlasten, indem der Gesamtprozess der kommunalen Wärmeplanung vereinfacht wird. Beispiele für Vereinfachungen sind der Verzicht auf bestimmte kartografische Darstellungen oder auch die Möglichkeit der gesammelten Veröffentlichung der Ergebnisse.</p><p>Detaillierte Informationen zum vereinfachten Verfahren bieten der <a href="https://www.stmwi.bayern.de/energie/energiewende/kommunale-waermeplanung-in-bayern/" target="_blank">Leitfaden und das Musterleistungsverzeichnis</a> des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. <br> </p>
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Verkürztes Verfahren
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<p>Vor Beginn des eigentlichen Prozesses der kommunalen <a href="/lexikon#wärmeplanung">Wärmeplanung</a> ist gemäß <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz </a>(<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) eine Eignungsprüfung durchzuführen (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__14.html" target="_blank">§ 14 WPG</a>).<br><br>Ergibt die Eignungsprüfung, dass sich (1) ein Teilgebiet der Gemeinde oder (2) das ganze Gemeindegebiet nicht für eine zentrale Versorgung mit Wärme oder Wasserstoff eignet, kann dort ein verkürztes Verfahren durchgeführt werden.<br><br>Im verkürzten Verfahren können Schritte der kommunalen Wärmeplanung wegfallen bzw. mit geringerem Aufwand durchgeführt werden. So kann in der Regel auf die umfängliche Datenerfassung einer Bestandsanalyse verzichtet werden. Die Bestandsanalyse beschränkt sich zusätzlich auf die Identifikation von Teilgebieten mit vermutlich erhöhtem Einsparpotenzial bei Gebäuden. Bei der Potenzialanalyse hingegen werden nur die Potenziale ermittelt, die für eine dezentrale Wärmeversorgung in Frage kommen.<br><br>Im <a href="/lexikon#wärmeplan">Wärmeplan</a> werden Gebiete, in denen ein verkürztes Verfahren umgesetzt wird, als Gebiete für die <a href="/lexikon#dezentrale wärmeversorgung">dezentrale Wärmeversorgung</a> ausgewiesen bzw. ggf. als Teilgebiete mit erhöhtem Energieeinsparpotenzial.<br> </p>
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Voraussichtliches Wärmeversorgungsgebiet
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<p>Ein voraussichtliches Wärmeversorgungsgebiet ist ein Sammelbegriff für alle Gebiete, bei denen zukünftig ein Wärmebedarf vorliegt. Das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) unterscheidet hier in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 14</a> zwischen </p><ul><li>Wärmenetzgebieten, </li><li>Wasserstoffnetzgebieten, </li><li>Gebieten für die <a href="/lexikon#dezentrale wärmeversorgung">dezentrale Wärmeversorgung</a> und</li><li>Prüfgebieten.</li></ul><p>Prüfgebiet bezeichnet dabei ein beplantes Teilgebiet, das noch nicht abschließend einem voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiet zugeordnet werden soll, weil noch nicht ausreichend Kenntnisse dazu vorliegen (§ 3 Abs. 10 WPG) bzw. eine Entscheidung dazu noch nicht gefällt werden kann.<br> </p>
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Wärmebedarf
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<p>Der Wärmebedarf eines Gebäudes gibt den notwendigen Energiebedarf an, um die Räume auf ein bestimmtes Temperaturniveau zu bringen. Der Wärmebedarf wird im Gegensatz zum <a href="#wärmeverbrauch"><strong>Wärmeverbrauch</strong></a> berechnet und nicht aus Messwerten ermittelt. Er wird bestimmt durch die Gebäudebeschaffenheit, wie die Art der Fenster und die Dicke der Dämmung, und ist abhängig von den Umgebungsbedingungen. Das Nutzerverhalten fließt nicht ein.</p>
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Wärmebrücke
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<p>Unter Wärmebrücke versteht man Stellen in der Gebäudehülle, durch die Wärme viel schneller abgeleitet, also nach außen transportiert wird, als es durch die angrenzenden Bauteile geschieht. <br> <br>Dadurch kühlt das entsprechende Bauteil schneller aus. Vereinfacht ausgedrückt ist eine Wärmebrücke eine „Brücke“, über die Wärme unkontrolliert nach außen entweicht, weil keine ausreichende Isolierung vorhanden ist. Diese Bereiche sind also Schwachstellen in der Wärmedämmung. Es kommt an diesen Stellen zu erhöhten Wärmeverlusten. Zudem besteht die Gefahr, dass es an diesen Stellen zu Unterschreitungen des <a href="#taupunkt"><strong>Taupunkts</strong></a> kommt. Dann kondensiert die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit am Bauteil. Dies wiederum kann zu Schimmelbildung führen und damit zu Bauschäden. <br> <br>Wärmebrücken treten beispielsweise häufig an Balkon- oder Deckenanschlüssen, Fensterlaibungen oder Anschlussdetails von Fenstern, Türen oder Dächern auf. Eine fehlende oder mangelhafte Dämmung von Bauteilen oder nicht ausreichende Isolierung von Baustoffen mit unterschiedlichen <a href="#wärmeleitfähigkeit"><strong>Wärmeleitfähigkeiten</strong></a> kann häufig die Ursache von Wärmebrücken sein.<br> </p>
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Wärmediffusion
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<p>Wärmediffusion ist neben <a href="#wärmestrahlung"><strong>Wärmestrahlung</strong></a> und <a href="#wärmekonvektion"><strong>Wärmekonvektion</strong></a> (auch als Wärmeströmung bekannt) eine Form der Wärmeübertragung. Der Wärmefluss infolge eines Temperaturunterschiedes erfolgt bei der Wärmediffusion von einer Flüssigkeit bzw. einem Feststoff oder Gas in Richtung der geringeren Temperatur. Dabei geht keine Wärmeenergie verloren. Das Maß für die Wärmeleitung in einem bestimmten Stoff ist die <a href="#wärmeleitfähigkeit"><strong>Wärmeleitfähigkeit</strong>.</a></p>
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Wärmedurchlasswiderstand R
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<p>Der sogenannte Wärmedurchlasswiderstand eines Dämmstoffs gibt an, wie viel Wärme pro Sekunde durch einen Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied von 1 °C hindurchgeht, geteilt durch die Dicke der Materialschicht. Er wird in m²K/W angegeben: Quadratmeter mal Kelvin durch Watt. Je höher der R-Wert, desto besser dämmt das Material.<br> <br>Neben dem Wärmedurchlasswiderstand wird die Qualität von Dämmstoffen noch durch weitere Werte definiert, beispielsweise dem <a href="#lambda-Wert"><strong>Lambda-Wert</strong></a>, der die <a href="#wärmeleitfähigkeit"><strong>Wärmeleitfähigkeit</strong></a> ausdrückt, oder dem <a href="#u-Wert"><strong>U-Wert</strong></a>, der den Wärmedurchgangskoeffizienten einer Konstruktion definiert.<br> <br>Lesen Sie hierzu auch Informationen zum <a href="#dämmwert"><strong>Dämmwert</strong></a>.</p>
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Wärmekonvektion
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<p>Wärmekonvektion ist neben <a href="#wärmestrahlung"><strong>Wärmestrahlung</strong></a> und <a href="#wärmediffusion"><strong>Wärmediffusion</strong></a> eine Form der Wärmeübertragung. <br>
Es handelt sich bei der Wärmekonvektion um eine Wärmeströmung. Der Heizkörper gibt seine Wärme an die ihn umgebende Luft ab und heizt diese auf. Die erwärmte Luft steigt aufgrund des Dichteunterschiedes auf. In den kälteren Luftschichten oben im Raum sowie an kalten Bauteilen kühlt sie wieder ab, sinkt zu Boden und strömt zum Heizkörper zurück. Dadurch kommt es zu einer Walzenströmung, die kleine Partikel wie Staub mitführen kann. <br> <br>Hat ein Gebäude einen schlechten Dämmstandard, müssen die Heizkörper sehr hoch aufgeheizt werden, um die Wohnräume behaglich zu temperieren. Die Luftumwälzung wird dadurch sehr ausgeprägt und kann als sehr unangenehm empfunden werden. Aufgrund der Kaltluftströmung im Bodenbereich sind die Räume häufig „fußkalt“.<br> </p>
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Wärmeleitfähigkeit
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<p>Die Wärmeleitfähigkeit (bezeichnet als Lambda-Wert) gibt an, wie gut oder schlecht ein Material Wärme leitet. Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert), desto besser ist die Dämmfähigkeit des Materials.</p><p>Lesen Sie dazu auch Informationen zu <a href="#dämmwert"><strong>Dämmwert</strong></a>, <a href="#u-wert"><strong>U-Wert</strong></a> und <a href="#wärmedurchlasswiderstand r"><strong>Wärmedurchlasswiderstand</strong></a><strong>.</strong></p>
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Wärmemengenzähler
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<p>Ein Wärmemengenzähler ist ein Messgerät zur Erfassung der Wärmemenge, die für das Heizen eines Gebäudes bzw. einer Wohnung verbraucht wird. Die entnommene Wärmemenge wird dabei aus dem Volumenstrom und dem Temperaturunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf errechnet und in der Regel in Kilo- oder Megawattstunden angegeben. <br> <br>Wärmemengenzähler finden vor allem Verwendung in Hausanschlüssen von Fernwärmenetzen oder in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern. Ein Wärmemengenzähler ist genormt und misst exakt den tatsächlichen Wärmeverbrauch. Er ermöglicht, den Verbrauch jederzeit abzulesen und zu kontrollieren. Dadurch zahlt jeder genau das, was er verbraucht hat.</p>
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Wärmenetz
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<p>„Wärmenetze ermöglichen die Versorgung von Wärmeabnehmern innerhalb eines begrenzten Gebietes mit Wärme über ein Rohrleitungsnetz, meist zur Bereitstellung von Heizwärme und Warmwasser, bei höheren Vorlauftemperaturen auch zur Bereitstellung von Prozesswärme.</p><p>Die thermische Energie wird in der Regel in erdverlegten, gedämmten Rohrsystemen mittels eines erhitzen Mediums (meist Heißwasser oder Dampf) transportiert. Eine Sonderform bilden sogenannte „Kaltwärmenetze“, […] wo anschließend mit Hilfe von Wärmepumpen dezentral in den einzelnen Gebäuden ein für Heizzwecke nutzbares Temperaturniveau erreicht wird. […]</p><p>Wärmenetze lassen sich je nach räumlicher Ausdehnung in Fernwärmenetze (zur großflächigen Wärmeversorgung) und Nahwärmenetze (kleinräumige […] Wärmeversorgung) unterscheiden, wobei es keinen festgelegten Grenzwert für diese Differenzierung gibt. In der Energiestatistik wird diesbezüglich nicht differenziert und Fernwärme als Sammelbegriff verwendet.“ (s. „<a href="https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/publikationen/pdf/2023-12-14_Energiewende_A-Z.pdf" target="_blank">Energiewende A-Z</a>“, S. 125, StMWi, 2023)</p>
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Wärmenetzgebiete
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<p>Ein Wärmenetzgebiet ist nach dem <a href="/lenk#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) ein solches (Teil )Gebiet, in dem bereits ein <a href="/lenk#wärmenetz">Wärmenetz</a> besteht oder für die Zukunft geplant ist. Ziel dabei ist immer, dass ein erheblicher Anteil der ansässigen Letztverbraucherinnen und -verbraucher über dieses Wärmenetz versorgt werden (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§3 Abs. 18 WPG</a>).</p><p>Das WPG unterscheidet hierbei zwischen drei verschiedenen Arten von Wärmenetzgebieten:</p><ol><li><strong>Wärmenetzverdichtungsgebiet</strong><br>In einem solchen Gebiet besteht bereits ein Wärmenetz, an das aber noch nicht alle Gebäude entlang der Leitungen angeschlossen sind. Es kann somit eine Nachverdichtung der Wärmeabnehmerinnen und -abnehmer ohne einen Netzausbau stattfinden, indem weitere Gebäude an die vorhandenen Leitungen angeschlossen werden. </li><li><strong>Wärmenetzausbaugebiet</strong><br>Ein solches Gebiet befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem Gebiet, in dem bereits ein Wärmenetz vorliegt. Durch den Ausbau des Leitungsnetzes ist es möglich, noch nicht zentral versorgte Gebiete an das vorhandene Wärmenetz anzuschließen. Es kann also ein neuer Teilbereich zu einem bestehenden Wärmenetz hinzugefügt und daran angeschlossen werden.</li><li><strong>Wärmenetzneubaugebiet</strong><br>Diese Art von Gebiet zeichnet sich dadurch aus, dass kein Wärmenetz vorliegt - weder im betrachteten (Teil )Gebiet noch in unmittelbarer Nähe dazu. Das bedeutet, es muss ein neues Wärmenetz aufgebaut werden. Was ein neues Wärmenetz ist, definiert <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§3 Abs. 7</a> des WPG. <br> </li></ol>
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Wärmeplan
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<p>Der Wärmeplan ist nach Wärmeplanungsgesetz (WPG) „das zur Veröffentlichung bestimmte Ergebnis der Wärmeplanung“ (s. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 19 WPG</a>).</p><p>Näheres ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__23.html" target="_blank">§ 23 WPG</a> geregelt:<br>Der Wärmeplan vereint die Darstellung und Aufbereitung der Ergebnisse aus den verschiedenen Projektschritte der Wärmeplanung. Dazu zählen unter anderem kartografische Darstellungen und Ausformulierungen in Textform zu den Schritten wie der <a href="/lexikon#bestandsanalyse">Bestandsanalyse</a>, <a href="/lexikon#potenzialanalyse">Potenzialanalyse</a>, <a href="/lexikon#zielszenario">Zielszenario</a>entwicklung und der Entwicklung einer <a href="/lexikon#umsetzungsstrategie">Umsetzungsstrategie</a>.</p><p>Der Wärmeplan ist von der <a href="/lexikon#planungsverantwortliche stelle">planungsverantwortlichen Stelle</a> (in Bayern sind dies die Gemeinden) zu beschließen und im Internet zu veröffentlichen. Der Wärmeplan muss in Bayern an das Landesamt für Maß und Gewicht (LMG) übermittelt werden, um die vollständigen Zahlungen der Aufwandsentschädigungen (<a href="/lexikon#konnexitätsprinzip">Konnexitätszahlungen</a>) zu erhalten. <br> </p>
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Wärmeplanung
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<p>Das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) hat die Grundlagen für die Einführung einer verpflichtenden, flächendeckenden Wärmeplanung in Deutschland geschaffen.</p><p>Laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 20 WPG</a> ist die Wärmeplanung eine rechtlich unverbindliche, strategische Fachplanung. Die Durchführung allein führt nicht zu Rechten oder Pflichten für Kommunen oder Bürgerinnen und Bürger bzw. Industrie und Gewerbe.</p><p>Mit der Wärmeplanung werden Möglichkeiten für die folgenden Bereiche beschrieben:</p><ol><li>Ausbau und Weiterentwicklung leitungsgebundener Energieinfrastrukturen für die Wärmeversorgung</li><li>Nutzung von Wärme aus <a href="/lexikon#erneuerbare energien">erneuerbaren Energien</a>, <a href="/lexikon#abwärme, unvermeidbare">unvermeidbarer Abwärme</a> oder einer Kombination hieraus</li><li>Einsparung von Wärme</li></ol><p>Die Wärmeplanung betrachtet die mittel- und langfristige Gestaltung der Wärmeversorgung für das <a href="/lexikon#beplantes gebiet">beplante Gebiet</a>. </p>
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Wärmeplanungsgesetz
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<p>Das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/WPG.pdf"><strong>(Wärmeplanungsgesetze – WPG</strong>)</a> ist ein deutsches Bundesgesetz, das zum 01.01.2024 in Kraft getreten ist.</p><p>Mit dem Gesetz werden die Grundlagen für die Einführung einer verbindlichen und flächendeckenden Wärmeplanung in Deutschland geschaffen. Damit soll die Wärmeversorgung auf Treibhausgasneutralität umgestellt werden, um zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bis 2045 beizutragen.</p><p>Das Gesetz verpflichtet die Bundesländer<strong>,</strong> sicherzustellen, dass auf ihrem Hoheitsgebiet bis zum 30.06.2026 für Gemeindegebiete mit über 100.000 Einwohnern bzw. bis zum 30.06.2028 für Gemeindegebiete mit weniger als 100.000 Einwohnern Wärmepläne erstellt werden. Die Länder können diese Verpflichtung auf die Gemeinden oder eine andere planungsverantwortliche Stelle übertragen. <br>Die Pflicht zur Wärmeplanung ist in einigen Ländern bereits Gegenstand landesgesetzlicher Regelungen. In Bayern ist geplant, die Aufgabe der Wärmeplanung auf die Städte und Gemeinden zu übertragen, da sie die planungsverantwortlichen Stellen in Bayern sind. Hierbei sollen die Spielräume, die der Bund den Ländern für ein möglichst niederschwelliges und unbürokratisches Verfahren einräumt, ausgeschöpft werden. Beispielsweise sollen bereits bestehende oder in Planung befindliche Wärmepläne möglichst anerkannt werden.</p><p>Darüber hinaus sieht das WPG einige Sonderregelungen vor: Für Gemeinden bis 10.000 Einwohner wird ein vereinfachtes Wärmeplanungsverfahren ermöglicht (§ 4 Abs. 3 und § 22 WPG). Benachbarte Kommunen können bei der Wärmeplanung zusammenarbeiten und auch gemeinsame Wärmepläne im "Konvoi-Verfahren" erstellen. <br>Eine verkürzte Wärmeplanung ist für Teilgebiete, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen, vorgesehen (§ 14 WPG). Bereits existierende Wärmepläne haben Bestandsschutz, sofern die jeweilige Planung mit den Anforderungen des Gesetzes vergleichbar ist. Allerdings müssen bei der Fortschreibung bestehender Wärmepläne die Vorgaben des neuen Gesetzes berücksichtigt werden. (§ 5 WPG)</p><p>Eng verbunden mit dem WPG ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) <em>(internen link setzen)</em>. Dieses definiert Anforderungen an die Energieeffizienz für Gebäude und deren Heizungsanlagen. Konkret sind beide Gesetze dahingehend verzahnt, dass es für Bauherrinnen und Bauherren erst verpflichtend wird, die Regelungen des GEG zur Umstellung auf eine 65 Prozent erneuerbare Energieversorgung umzusetzen, die zu 65 Prozent auf erneuerbaren Quellen beruht, wenn die Kommune – innerhalb der dafür vorgesehenen gesetzlichen Fristen – ermittelt hat, ob ein Wärmenetz zur Versorgung möglich und sinnvoll ist, und einen Umsetzungsplan beschlossen hat.</p><h5><strong>Weitere Informationen:</strong></h5><p><a href="https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/faqs/Webs/BMWSB/DE/kwp/kwp-liste.html;jsessionid=6C762B2AC0DC1C815C2D5C08FE9DB4CB.live882" target="_blank"><strong>Fragen und Antworten zur Kommunalen Wärmeplanung</strong></a></p><p><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/waermeplanungsgesetz-2213692" target="_blank"><strong>Kommunale Wärmeplanung für ganz Deutschland</strong></a></p><p><a href="https://www.bmwsb.bund.de/Webs/BMWSB/DE/themen/stadt-wohnen/WPG/kommunale-waermeplanung.html" target="_blank"><strong>Kommunale Wärmeplanung – für eine deutschlandweit zukunftsfeste und bezahlbare Wärmeversorgung</strong></a></p>
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Wärmequelle
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<p>Wärmequellen sind technische Vorrichtungen/Geräte und natürliche Objekte, die Wärme erzeugen oder abgeben. <br> <br>Naturwärmequellen</p><ul><li>Die Sonne ist eine natürliche Wärmequelle, die Wärme und Licht abstrahlt.</li><li>Geothermische Wärmequellen stammen aus dem Inneren der Erde..</li></ul><p><br> Technische Wärmequellen</p><ul><li>Heizsysteme, seien es elektrische Heizungen, Gasheizungen oder andere, erzeugen Wärme in Wohnungen oder Gebäuden.</li><li>Elektrische Geräte, wie Computer, Lampen oder Haushaltsgeräte, erzeugen Wärme während des Betriebs.</li></ul><p> <br>Biologische Wärmequellen</p><ul><li>Tiere und Menschen sind ebenfalls Wärmequellen, da ihre Stoffwechselprozesse kontinuierlich Wärme erzeugen.</li></ul>
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Wärmespeicher
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<p>„Thermische Energie lässt sich in Form von Wärme oder Kälte speichern. Man unterscheidet sensible Wärmespeicher (Veränderung der „fühlbaren“ Temperatur bei Wärmeaufnahme und -abgabe), Latentwärmespeicher (Änderung des Aggregatszustandes) und thermochemische Speicher (Speicherung durch wärmeaufnehmende und -abgebende Reaktionen). Eine optimale Energienutzung bei wasserbasierten Speichern ist mit Schichtenspeichern möglich. […]“ (s. „<a href="https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/publikationen/pdf/2023-12-14_Energiewende_A-Z.pdf" target="_blank">Energiewende A-Z</a>“, S. 126, StMWi, 2023)</p><p>Eine wichtige Aufgabe von Wärmespeichern besteht darin, die Erzeugung von Wärme und deren Nutzung zeitlich zu entkoppeln. Das eröffnet die Möglichkeit, Wärme unabhängig vom Bedarf auf Vorrat zu erzeugen, wenn die genutzte Energie- bzw. Wärmequelle gerade im Überfluss bzw. preisgünstig zur Verfügung steht. </p>
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Wärmestrahlung
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<p>Wärmestrahlung ist neben <a href="#wärmekonvektion"><strong>Wärmekonvektion</strong> </a>(= Wärmeströmung) und <a href="#wärmediffusion"><strong>Wärmediffusion</strong> </a>(= Wärmeleitung) eine Form der Wärmeübertragung. <br> <br>Von jedem Gegenstand geht grundsätzlich eine Temperaturstrahlung aus. Je größer die Temperatur, desto höher die Strahlung. Die Sonne ist beispielsweise ein starker Wärmestrahler. Wärmestrahlung benötigt zur Ausbreitung keinen Träger, sie breitet sich auch im Vakuum aus. Strahlungswärme wird als sehr angenehm empfunden.</p>
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Wärmetauscher
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<p>Ein Wärmetauscher, auch Wärmeübertrager genannt, ist eine Vorrichtung, die Wärmeenergie von einem Medium auf ein anderes überträgt. Der Wärmetauscher sorgt dafür, dass die Wärme von dem wärmeren Medium auf das kühlere Medium übertragen wird, ohne dass sich die Medien direkt vermischen. Das passiert, indem die Medien separat durch Rohre oder Platten fließen. Die eigentliche Berührung wird vermieden.<br> <br>Beispielsweise erwärmt in solarthermischen Anlagen die Sonne eine Flüssigkeit in Rohren. Der Wärmetauscher nimmt diese Wärme auf und gibt sie an eine andere Flüssigkeit ab, die dann z. B. für warmes Wasser genutzt wird. So wird die Wärme übertragen, ohne dass die beiden Flüssigkeiten sich vermischen. Das Prinzip wird auch in Heizungen, Klimaanlagen und vielen anderen Geräten angewendet, um effizient Wärme zu übertragen.</p>
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Wärmeverbrauch
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<p>Der Wärmeverbrauch ist die tatsächlich benötigte Energie für die Wärmeversorgung und bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum, in der Regel ein Jahr. Die verwendete Einheit ist die Kilo- oder Megawattstunde. <br> <br>Der Wärmeverbrauch kann auch in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) Wohnraum angegeben werden. Dies ermöglicht den Vergleich verschiedener Gebäude miteinander und lässt Rückschlüsse auf deren <a href="#energieeffizienz"><strong>Energieeffizienz</strong> </a>zu. So findet er Verwendung im Energieverbrauchsausweis.<br> <br>Der Wärmeverbrauch ist – anders als der rechnerisch ermittelte <a href="#wärmebedarf"><strong>Wärmebedarf</strong> </a>– stark vom Nutzerverhalten abhängig.</p>
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Wärmeversorgungsart
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<p>Das <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetz</a> (WPG) unterscheidet verschiedene Wärmeversorgungsarten, die in den <a href="/lexikon#beplantes gebiet">beplanten Gebieten</a> für die Versorgung mit Wärme genutzt werden können. Nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 Abs. 22 WPG</a> gibt es zentrale Wärmenetzgebiete, Wasserstoffnetzgebiete sowie dezentrale Wärmeversorgungsgebiete.</p><p>Das WPG schreibt hierbei keine Technologien vor. Vorgegeben ist lediglich, dass die Wärme spätestens im Zieljahr 2045 aus <a href="/lexikon#erneuerbare energien">erneuerbaren Energien</a> oder <a href="/lexikon#abwärme, unvermeidbare">unvermeidbarer Abwärme</a> stammen muss. </p>
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Zentrale Wärmeversorgung
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<p>Die Aufgabe der Wärmeversorgung ist die Gewährleistung, dass der Wärmebedarf aller Gebäude gedeckt werden kann. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: die zentrale Wärmeversorgung und die <a href="/lexikon#dezentrale wärmeversorgung">dezentrale Wärmeversorgung</a>.</p><p>Die zentrale Wärmeversorgung zeichnet sich dadurch aus, dass es eine oder mehrere zentrale Wärmeerzeuger gibt, die Wärme über ein Wärmenetz zur Verfügung stellen. Daran sind dann einzelne Gebäude angeschlossen und decken dadurch ihren Wärmebedarf. Eine zentrale Wärmeversorgung kann energieeffizienter, dadurch klimafreundlicher und bei richtiger Umsetzung kostengünstiger betrieben werden.</p><p>Ein Beispiel hierfür sind zentrale Biomasse-Heizwerke, die ein Wärmenetz mit Energie versorgen, an dem wiederum Gebäude angeschlossen sind, die die Wärme beziehen. </p>
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Zieljahr
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<p>Das Zieljahr im Sinne des <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmeplanungsgesetzes</a> (WPG) ist „das Jahr, in dem spätestens die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung abgeschlossen sein soll“ (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__3.html" target="_blank">§ 3 WPG Abs. 24</a>).<br><br>Im <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__1.html" target="_blank">§ 1 WPG</a> ist das Zieljahr mit 2045 definiert. Das bedeutet, dass die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung spätestens zum 31. Dezember 2044 erfolgt sein muss. Die Länder können ein früheres Zieljahr bestimmen. Der Freistaat Bayern hat davon keinen Gebrauch gemacht.</p>
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Zielszenario
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<p>Die Entwicklung eines Zielszenarios ist gemäß <a href="/lexikon#wärmeplanungsgesetz">Wärmplanungsgesetz</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/" target="_blank">WPG</a>) ein wesentlicher Schritt bei der Durchführung der <a href="/lexikon#wärmeplanung">Wärmeplanung</a>. <br><br>Der Ablauf der Wärmeplanung ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__13.html" target="_blank">§ 13 WPG</a> festgelegt. Dabei gliedert sich die Wärmeplanung im Wesentlichen in vier Arbeitsphasen und zwar die <a href="/lexikon#bestandsanalyse">Bestandsanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__15.html" target="_blank">§ 15 WPG</a>), die <a href="/lexikon#potenzialanalyse">Potenzialanalyse</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__16.html" target="_blank">§ 16 WPG</a>), die Entwicklung des Zielszenarios (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__17.html" target="_blank">§ 17 WPG</a>) mit der Einteilung in <a href="/lexikon#voraussichtliches wärmeversorgungsgebiet">Wärmeversorgungsgebiete</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__18.html" target="_blank">§ 18 WPG</a>) sowie die Entwicklung einer <a href="/lexikon#umsetzungsstrategie">Umsetzungsstrategie</a> (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wpg/__20.html" target="_blank">§ 20 WPG</a>).<br><br>Das Zielszenario und die Einteilung in Wärmeversorgungsgebiete stellen die Leitplanken für die Transformation der Wärmeversorgung im Gemeindegebiet dar. Sie sind die Grundlage für die Umsetzungsstrategie. Dazu betrachtet die zuständige Gemeinde zunächst unterschiedliche Szenarien, die insbesondere die voraussichtliche Entwicklung des Wärmebedarfs und die für die Wärmeversorgung notwendigen Energieinfrastrukturen berücksichtigen. Schließlich legt die Gemeinde sich auf das maßgebliche Zielszenario fest und legt die wesentlichen Gründe dafür dar.</p>
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Zirkulationspumpe
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<p>Die Zirkulationspumpe ist eine Umwälzpumpe, die im Warmwasserkreislauf dafür sorgt, dass das Warmwasser in der Leitung ständig in Bewegung bleibt und an den Entnahmestellen nicht abkühlt. <br> <br>Ohne Zirkulationspumpe müsste erst das in der Leitung erkaltete Wasser abgelassen werden, bevor aus dem Wasserhahn Warmwasser entsprechend der im Heizsystem vorgehaltenen Temperatur entnommen werden kann. So vermeidet eine Zirkulationspumpe Wasserverschwendung und verhindert durch das ständig zirkulierende heiße Wasser die Legionellenbildung in der Warmwasserleitung.</p>